Ein Faulenzer-Sonntag

…sollte es eigentlich werden. Aber irgendwie hält es mich nie recht lange auf der durchaus recht bequemen Liege.

Dieser Artikel ist eigentlich ein Nachtrag zu letztem Sonntag. Irgendwie habe ich verpaßt, ihne zu veröffentlichen.

Als ich ankam, sah alles ziemlich trocken aus, also rasch alles mit frischem Wasser versorgt. Besonders die Tomaten unter Dach sind aufs Gießen angewiesen. Und die frisch gelegten Bohnen sollen natürlich auch nicht austrocknen. Die Astern, die derzeit ein Dasein in Töpfen fristen müssen, bis ihr Platz im Beet frei wird, waren auch dankbar über Wassergaben.

Ein Viertelstündchen im lichten Schatten unter dem Apfelbaum machte Lust auf einen Spaziergang durch den Garten: was habe ich mich gefreut, als meine Astrantia mehrere Blütenzweige getrieben hat! Auch die Kugeldistel und das Mannstreu haben in diesem Jahr eindeutig die 30 cm-Marke überschritten. Da gibt es Hoffnung, sie diesmal wirklich blühen zu sehen! Nach sage und schreibe zwei blütenlosen Sommern. Auch die Angelika gigas ist schon recht hoch und dank einer Schneckenmanschette absolut unangetastet.

Leider konnte ich nicht am Schattenbeet weiterarbeiten. Dort muss ich nämlich Erde sieben, um die vielen Kiesel rauszubekommen und das macht Lärm. Keine Arbeit für einen schläfrigen Sonntag Nachmittag.

Ich brauchte dringend Kompost für die Tomaten in Töpfen, die dann auch gleich gepflanzt wurden. Dann kam der Wurzelsellerie dran und das Wurzelbeet wurde gejätet und gehackt. Komisch, die einzigen Karottenkeimlinge, die ich sehen konnte, waren dort, wo ich sie garantiert nicht gesät hatte. Pastinaken konnte ich auch keine orten.

Dann wurden die Kartoffelbeete gejätet und die Kartoffeln sowie die Puffbohnen angehäufelt. Schließlich wurde das Magnolienbeet gejätet und die meisten der wild wuchernden Wicken entfernt. Nur die am Zaun durften bleiben.

Danach wurde das Rosenbeet in Angriff genommen. Hier sieht es allerdings traurig aus. Ganze drei Rosenstöcke scheinen nicht überlebt zu haben. Wenn wirklich nichts mehr kommt, könnte ich das Beet umgestalten. Ich liebäugele schon lange mit einer Rose de Resht.

Schließlich habe ich noch das Frühbeet vom Wildwuchs befreit und Platz für die Gurken geschaffen, die später dort einziehen werden. Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass der erste Salatkopf schon geerntet werden konnte. Er war wirklich herrlich zart!

Gleich zwei Leute haben mich gefragt, ob sie von mir Blumen haben können. Eine Nachbarin war interessiert an einem Zweig des Schneeballs und ein Spaziergänger wollte mir Pfingstrosen für seine Freundin abkaufen. Solange alles so üppig blüht, dass man nicht mal merkt, dass was fehlt, gebe ich wirklich gerne!

Die Fotos sind eigentlich noch vom Samstag, ich hatte gestern keine Kamera dabei. Hier noch eine Brombeerblüte, etwas unscharf, weil ein laues Lüftchen den Zweig ständig hin- und herwehte.

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2 Antworten zu Ein Faulenzer-Sonntag

  1. Brigitte schreibt:

    Das geht mir ebenso, 10 Minuten höchstens, dann ist das aus! Ich hatte eine wunderschöne Liege. Lag ich da je länger als die 10 Minuten darauf? Meiner Tochter habe ich sie geschenkt, sie kann sie besser gebrauchen, um sich von ihrer anstrengenden Arbeit im Krankenhaus zu erholen.

    Du, die Pastinaken haben wir dieses Jahr zum ersten Mal in den Beeten. Da hatte ich schon gelesen, dass sie zickig sind. Es stimmt. Trotzdem konnte ich einige orten.

    Mir drängt sich immer das Gefühl auf, dass mir der Garten sehr gut tut. Am liebsten jäte ich. Das entspannt mich ungemein!

    Eine üppige Blütenschau ist das auf deinen Bildern!

    Weiterhin schöne Tage im Garten!

    Liebe Grüße, Brigitte

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