Fallobst

Sorry, es gibt schon wieder keine Bilder. Passenderweise hat es gestern wiedergeregnet, als ich endlich Zeit gehabt hätte, in den Garten zu gehen.

Irgendwann spätnachmittags wurde es dann doch wieder schön und ich bin losgezogen. Angefangen habe ich mit Äpfelaufklauben. Nach den Unwettern letzte Woche war das Gras übersät mit Äpfeln. Wann merkt man bei späteren Äpfeln eigentlich, wenn sie reif sind und gepflückt werden wollen? Bisher waren es noch ziemlich kleine Exemplare, aber mittlerweile erreichen sie doch schon ganz stattliche Größen. Allerdings, wenn man reinbeißt, sind sie noch arg sauer. Und ich will eigentich nicht mit Unmengen Zucker etwas genießbar machen, was ich ohne Zucker nicht anrühren würde.

Ein Drittel der heruntergefallenen Äpfel sind wurmig. Also weg damit. Ein paar haben Monilia, also auch weg. (Ich weiß allerdings nicht, ob sie erst vom Fallen Druckstellen bekommen, und sich der Schimmel danach breit macht, oder ob der bereits vorhanden ist und die Äpfel vorzeitig runterfallen läßt. Ein weiterer großer Teil ist einfach verfault (vor oder nach dem Fallen, weiß ich nicht). Und dann bleibt immerhin noch ein Korb voll, der zwar vom Fallen verletzt, aber eben auch noch seeehr sauer ist.

Nun gib es die Genußreife und die Pflückreife. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer (http://www.landwirtschaftskammer.de/verbraucher/garten/gartentipp011.htm) weisen pflückreife Äpfel und Birnen folgende Merkmale auf:

  1. Die Farbe der Kerne sollte dunkelbraun sein.
  2. Es sollte eine sortentypische Farbausprägung vorhanden sein.
  3. Der Apfel sollte sich relativ leicht vom Baum lösen.

Punkt 1: Die Kerne sind dunkelbraun.

Punkt 2: Ich kenne keine der beiden Sorten. Sobald sie wirklich reif sind, werde ich sie zu einem Experten zum Bestimmen schicken. Ich weiß also auch nicht, wie sie richtig reif aussehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie mir letztes Jahr zu irgend einem Zeitpunkt richtig reif vorkamen. Selbst im Winterlager faulten viele von innen ohne mich jemals zum Essen verleitet zu haben.

Punkt 3: Na, der Punkt ist ebenfalls erfüllt.

Fazit: Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis man die Äpfel pflücken kann. Beim Aufschneiden habe ich bemerkt, dass auch die scheinbar wurmlosen im Kernhaus von Würmern befallen sind. Deshalb wahrscheinlich der vorzeitige Fruchtfall.

Da werde ich mich wohl etwas um die Gesundheit der Bäume kümmern müssen. Und  ich bin erleichtert, dass ich nicht Körbe voll der gesammelten Äpfeln verarbeiten muß.

Ach ja, ich habe dann noch bewurzelte Erdbeerausläufer ins neue Erdbeerbeet gepflanzt und Winterrettich gesät. Und dann wars dunkel und ich habe wieder nicht fotografiert.

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4 Antworten zu Fallobst

  1. daniel schreibt:

    ..da decken sich unsere Erfahrungen und Tätigkeiten ja gerade sehr. Aber kann man zu viele Äpfel haben? Ich mache jeden zweiten Tag Apfelkompott. Davon kann ich jedenfalls nicht genug haben 🙂
    Viele Grüße
    Daniel

    • sanicula schreibt:

      Ja, Daniel, da hast Du recht. Man kann nie zu viele Äpfel haben, nur zu wenig Zeit. Bei uns gab es jetzt schon zweimal Apfelstrudel.
      Laß es Dir schmecken und viele Grüße,
      Sanicula

  2. Brigitte schreibt:

    Wir hatten diese Probleme auch, bis wir auch den letzten Apfelbaum (Berlepsch) entfernt haben. Wir haben es nicht gerne getan, Aber, es hat uns mehr geärgert, als dass es uns etwas gebracht hätte. Nun haben wir einen Apfelquittenbaum und einen Zwetschgenbaum stattdessen gepflanzt, beide tragen gut. Für das gute Apfelkompott- oder mus, das Daniel beschreibt, holen wir uns die Äpfel mit Erlaubnis von einem öffentlichen Grundstück, die keinen Menschen interessieren. Das Mus schmeckt toll!

    Lieben Gruß, Brigitte

    • sanicula schreibt:

      Hallo Brigitte,
      auch wenn ich unsere Apfelsorten nicht aussuchen würde, ließe ich die beiden Bäume stehen, bis zumindest ein anderer Baum annähernd ihre Größe erreicht hat. Ich liebe es, ab und an mal im Schatten der alten Apfelbäume zu liegen.
      Mus werde ich demnächst auch machen, aber zuerst ist ein Scheiterhaufen dran.
      Liebe Grüße und
      ein schönes Wochenende!
      Sanicula

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