Nachdenken

Nun liegt der erste Schnee und man kann nur wenig im Garten machen: eigentlich komme ich fast nur noch zum Füttern. In einem Anbau des Werkzeugschuppens habe ich eine Igelunterkunft hergerichtet: eine Obstkiste mit viel Laub in der Kiste und einem ganzen Berg darüber. Die Tür zu dem Anbau steht einen Spalt auf (fest verkeilt, damit sie weder zufällt noch  ganz aufgeweht wird).  Ich weiß nicht, ob die Unterkunft Igelansprüchen genügt. Aber jeder hat die Wahl einzuziehen oder sich eine bessere Bleibe zu suchen.

Gleich daneben stehen ein Schälchen mit Igelfutter und ein Schälchen mit Wasser. Das Futter verschwindet immer ziemlich schnell; ich habe allerdings keine Ahnung, ob es von einer Katze oder einem Igel verzehrt wird. Das ist aber auch egal. Heute hoffte ich auf Spuren im Schnee, um das Geheimnis zu lüften, aber im Umkreis der Schälchen lag leider kein Schnee.

Weil es im Garten so wenig zu tun gibt, fahnde ich im Internet nach Samen (besonders einfarbige Sorten von Blumen, die es in den Geschäften meist nur als Farbmischung gibt) und denke nach:

Im Garten steht ein ziemlich kümmerliches Bäumchen, das eigentlich gute Äpfel tragen würde. Auch bei diesem Bäumchen hatte man, aus welchen Gründen auch immer, den Mitteltrieb entfernt. (Und viele weitere Schnittfehler gemacht.) Außerdem wächst es ziemlich verdreht.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich an diesem Platz nicht wohlfühlt.

Ich habe gelesen, das könnte an Erdstrahlen liegen. Und es gäbe Pflanzen, die sich an solchen Stellen wohlfühlen und andere nicht. Leider sind sich die einzelnen Quellen oft nicht einig. Kirschbäume werden auf einer Seite zu Strahlenflüchtern, auf der nächsten Seite zu Strahlensuchern gezählt. Soll ich die ganze Fläche mit Sonnenblumen (angeblich Strahlenflüchter) bepflanzen, um zu sehen, wo sie gedeihen und wo nicht? Ein wirklich aussagekräftiger Versuchsaufbau wäre ganz schön aufwendig. Ich müßte über die gesamte Fläche für absolut gleiche Boden- und Lichtverhältnisse sorgen. Hm.  Wurde das Thema eigentlich schon mal wissenschaftlich untersucht?

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6 Antworten zu Nachdenken

  1. Brigitte schreibt:

    Da habe ich leider keine Ahnung. Bäumewissen haben wir nicht, denn wir haben alles so im Garten vorgefunden. Aber vielleicht findet sich doch noch jemand, der es weiß. Ansonsten würde ich googeln. Da findet sich irgendwie immer etwas. Das Bäumchen kann einem leid tun.

    Die gartenfreie Zeit benütze ich auch immer, um nach Samen zu fahnden. Allerdings eher nach Tomatensamen. Wir essen eben die letzten eigenen frischen Tomaten, sie wurden alle noch reif.

    Ob der Igel das Futter frißt oder eine Katze, das ist leicht feststellbar. Darauf sind wir schon im letzten Jahr gekommen. Die Katze wird den Teller blitzblank lecken, der Igel ist ein kleines Ferkel. Er steht in den Teller und du wirst lauter kleine Spuren und Rückstände im Teller finden. Da war dann der Igel am Werk!

    Liebe Grüße und einen schönen ersten Advent, Brigitte

    • sanicula schreibt:

      Danke für den Hinweis, liebe Brigitte! Es ist also eindeutig eine Katze. Ich kenne sie, wenn auch nur aus der Ferne. Sie ist extrem scheu.

      • Brigitte schreibt:

        Dann ist sie dir mit Sicherheit dankbar für Futter, denn es wird wohl eine Katze ohne Besitzer sein. Ich habe da ja den roten Kater, den wir füttern. Uns tut der Kerle leid. Mittlerweile lässt er sich sogar von mir auf den Arm nehmen. Aber rein kommen in die Wärme, das traut er sich nicht.

        Lieben Gruss, Brigitte

  2. kathrin schreibt:

    Hallo!
    Meinst Du wirklich, dass der verkorkste Wuchs Deines Bäumchens an Erdstrahlen liegt? Ich kann mit solchen Theorien eher wenig anfangen, vor allem gibt es dafür auch wissenschaftliche Belege? Soweit ich informiert bin, kann man die Ergebnisse beim Auspendeln nicht nachweisen – also ich bin da sehr skeptisch. Vielleicht gefällt ihm einfach der Standort nicht – zu wenig Licht, unpassende Erde oder so etwas?

    lg kathrin

    • sanicula schreibt:

      Hallo Kathrin, ich weiß es nicht. Und mir liegt es nicht, Dinge einfach zu „glauben“. Die Faktoren, die Du nennst, können in meinem Garten alle zutreffen, denn ich kenne ihn erst seit einem Jahr und weiß nicht, was vorher wo wuchs. Allerdings gibt es im Garten meiner Eltern eine Stelle, die sich über Jahrzehnte hartnäckig allen Bepflanzungen widersetzt. Bodendeckerrosen, Sonnenauge, Lavendel, Kapkörbchen… Von einem gepflanzten Bogen fällt immer nur eine Pflanze (max. 2 Pflanzen) immer an der gleichen Stelle aus. Der Boden wurde mittlerweile schon mehrmals ausgetauscht, Licht und Bodenfeuchtigkeit sind genau so wie bei den Nachbarpflanzen. Das macht mich einfach neugierig.

  3. Jankasgarten schreibt:

    Hallo, (leider kenne ich deinen Vornamen nicht!)
    danke für deinen Kommentar bei mir. Wenn es um den Igel geht, da haben auch wir für ihn ein Häuschen gebaut und er hat es angenommen. Doch das Loch ist seit einigen Tagen zu, so dass wir annehmen, dass er bereits im Winterschlaf ist.
    Auch dir wünsche ich einen schönen 1. Advent.
    LG Dorothea

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